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Den Lebenslauf optimal aufbereiten: Unsere Bewerbungstipps

Eine Bewerbungsmappe ist erst dann vollständig, wenn sie einen Lebenslauf/Curriculum Vitae (abgekürzt: CV) und ein aktuelles Bewerbungsfoto enthält, was buchstäblich übersetzt „Lebensliste“ heißt.

Ohne eine überzeugende „Lebensliste“, in der Sie den (theoretischen) Nachweis Ihrer Fähigkeiten erbringen, werden die Personaler Sie nicht zu einem Bewerbungsgespräch einladen.
Der Lebenslauf fasst die wichtigsten individuellen Daten in Kurzform zusammen und listet den Schulweg sowie die Stationen des bisherigen Berufsweges in chronologischer
Reihenfolge auf. Im Fokus stehen die berufsrelevanten Fakten, die das Interesse des Arbeitgebers wecken sollen. Erstellen Sie ein seriöses Anschreiben und eine passende Übersicht, schreiben Sie nicht Ihre Lebensgeschichte nieder!

Der Lebenslauf beschränkt sich auf die wesentlichen Informationen:
– Kontaktdaten (Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail)
– Persönliche Daten (Geburtsdatum/-ort, Nationalität, Familienstand)
– Bildung (Schule, Studium, Weiterbildung)
– Beruflicher Werdegang (Praktika und Berufserfahrung), bevorzugt mit einer Kurzfassung der wichtigsten Aufgaben und Verantwortungen
– sonstige berufsrelevante Qualifikationen und Kenntnisse (Sprachen, EDV-Kenntnisse, Führerschein usw.) und
– Hobbys und soziales Engagement

Ein gut strukturierter und vollständiger Lebenslauf ist von unschätzbarem Wert für die Realisierung Ihres Veränderungswunsches, ganz gleich, um welche Jobs es sich handelt. Die Qualität der Informationsvermittlung in gebündelter Form wird darüber entscheiden, ob Sie im weiteren Verlauf des Bewerbungsverfahrens berücksichtigt werden oder nicht.

Wie jeder Bestandteil Ihrer Bewerbungsmappe ist bei der Jobsuche auch der Lebenslauf Ihre Visitenkarte, der es an Übersichtlichkeit und Aussagekraft nicht mangeln soll. In der Regel sollen Sie die Struktur den jeweiligen Anforderungen des Arbeitgebers angleichen. Verwenden Sie den standardisierten Lebenslauf nur für die Initiativbewerbungen, die Sie an die Personaler in Unternehmen senden, die zwar keine relevanten Stellen ausgeschrieben haben, aber durchaus interessante Arbeitgeber sind.

Folgen Sie dem Ratgeber Schritt für Schritt und setzen Sie die Tipps um. Dieser Aufwand wird sich zweifelsohne auszahlen. Es gibt auch diverse Online-Ratgeber-Seiten, deren Newsletter Sie abonnieren können – so bleiben Sie jederzeit auf dem neuesten Stand und wissen genau, welche Tipps Sie befolgen sollten, wenn Sie sich auf Stellenangebote bewerben möchten.

Vorbereitung des Lebenslaufs

Sammeln Sie zunächst alle relevanten Informationen, die Sie im Lebenslauf zusammenfassen werden. Sortieren Sie die Unterlagen nach Abschnitten, gemäß dem beigefügten Muster (siehe weiter unten).

Übung: Aufgaben und Fragen
– Schreiben Sie jede Qualifikation auf, die Sie nachweislich erworben haben.
– Listen Sie alle Arbeitsstellen auf, die Sie bekleidet haben.
– Welche zusätzliche Ausbildung haben Sie im Verlauf der Zeit erworben?
– Schreiben Sie eine Liste Ihrer Hobbys und der sonstigen Interessen.

Übung
– Welche Eigenschaften und Vorzüge zeichnen Sie aus?
– Was gelingt Ihnen mühelos?
– Sind Sie organisiert, dynamisch, ein Teamplayer usw.?

Schreiben Sie den Lebenslauf immer maschinell. Dafür eignet sich ein PC am besten. Die einheitliche Formatierung und der saubere Ausdruck wirken professionell. Von
handgeschriebenen Aufzeichnungen ist abzuraten – sie werden skeptisch aufgefasst, auch wenn Sie schon einmal vor Ort waren und bereits Kontakt zum Personaler hatten.

Speichern Sie den Lebenslauf auf mehreren Datenträgern ab. Auf diese Kopien können Sie zugreifen, falls Sie die Quelldatei verlieren oder die Hardware ausfällt. Vor einem kompletten Datenverlust ist kein Gerät sicher! Dadurch müssen Sie nicht immer wieder das Grundgerüst neu aufstellen, wenn Sie eine neue Bewerbungsmappe versenden möchten.

Der Lebenslauf ist der erste Eindruck, den Ihr zukünftiger Chef von Ihnen erhält. Sorgen Sie dafür, dass dies nicht der letzte ist! Die Statistiken belegen, dass 85 % aller eingereichten Lebensläufe den direkten Weg in den Mülleimer finden, ohne eingehend gelesen zu werden.

Ihr Lebenslauf muss durch hohe inhaltliche und formale Qualität den Entscheidungsträgern das Gefühl vermitteln, dass Sie es mit der Bewerbung ernst meinen. Sie möchten nämlich ihre Arbeitszeit und teure Ressourcen (Bewerberauswahl ist kostspielig) nicht für wankelmütige Bewerber verschwenden.

Vorlagen zum Lebenslauf

Ihr Lebenslauf besteht aus verschiedenen Abschnitten, die in einer bestimmten Reihenfolge aufgelistet werden. Es ergibt wenig Sinn, an dieser Stelle kreativ zu werden,
da die Informationen zählen und weniger die Originalität der Darstellung. Natürlich sind auch andere Sortierkriterien als die hier vorgestellten akzeptabel. Diese sind
aber eher für erfahrene Bewerbungsprofis zu empfehlen.

Name, Vorname:
Adresse:
Telefonnummer:
Mobil:
E-Mail-Adresse:

Leisten Sie sich keinen Fehler in den Kontaktdaten des Lebenslaufs, denn Ihr Ansprechpartner möchte Sie unkompliziert und auf dem direkten Wege erreichen. Außerdem wecken Ungereimtheiten schnell den Verdacht, dass Sie die nötige Ernsthaftigkeit und Zuverlässigkeit bei der Jobsuche vermissen lassen.

Hinterlegen Sie die Kontaktdaten, unter denen Sie die meiste Zeit erreicht werden können. Falls Sie keinen eigenen Telefonanschluss haben, dann bitten Sie Familienangehörige oder Freunde, die Anrufe entgegenzunehmen und anschließend sofort Kontakt zu Ihnen aufzunehmen. Vergessen Sie aber nicht, diese Besonderheit dem Arbeitgeber im Bewerbungsanschreiben mitzuteilen.

Geben Sie Ihren vollständigen Namen und Ihre Anschrift an, damit Sie sämtliche Nachrichten umgehend erreichen.
Sie können die persönlichen Kontaktdaten im linken oberen Eck,
…oder im rechten oberen Eck
…oder oben auf der ersten Seite und in der Mitte zentriert platzieren.

Heutzutage haben sich die Ausgangspunkte auf der rechten Seite oder in der Mitte etabliert, während ein Bewerbungsfoto links eingefügt wird. Das Format ist völlig gleichgültig, achten Sie jedoch auf ein einheitliches Layout und stellen Sie diese Informationen allen anderen voran.

Sie können Ihren Namen hervorheben, indem Sie die Zeichen eine Nummer größer wählen und in fetter Schrift darstellen. Weitere persönliche Angaben sind in der Standardschriftgröße des Lebenslaufs darzustellen. Wählen Sie eine gut leserliche Größe der Schriftzeichen, sodass sie auch ohne Zuhilfenahme eines Vergrößerungsglases mühelos gelesen werden können.

Folgendes Muster dient der Veranschaulichung:

LEBENSLAUF (CURRICULUM VITAE)
Max Müller
Im Rübengarten 7b, 99999 Oberstadt
Telefon: +49(999)1111111, Mobil: +49(888)2222222
E-Mail: maxliebernoon@maxliebernoon.de

Gestaltungstipps und häufige Fehler – konkrete Bewerbungstipps

Anbei erhalten Sie einige grundlegende Tipps, die beim Erstellen und dem Versenden des Dokumentes unbedingt zu berücksichtigen sind.

– Der Lebenslauf sollte maximal drei DIN-A4-Seiten umfassen. Falls Sie erst die Schule oder die Hochschule verlassen haben, dann sind zwei DIN-A4-Seiten vollkommen ausreichend.
– Benutzen Sie hochwertiges, dickes Papier für die Bewerbungsunterlagen. Es ist nicht erforderlich, dass das Papier ein Wasserzeichen aufweist, denn auf den Fotokopien ist das Echtheitsmerkmal nicht mehr zu erkennen.
– In einer seriösen Bewerbungsmappe ist der Lebenslauf nur im Original zu finden, fügen Sie keine Kopien bei!
– Das Papier muss glatt und ohne jegliche Verschmutzungen (Kaffee, Wasser, Essensreste usw.) sein.
– Falten Sie das Dokument nicht. Nutzen Sie einen Umschlag im DIN-A4-Format selbst dann, wenn Sie den Lebenslauf persönlich einreichen.
– Sparen Sie nicht an Verpackung und Porto. Eine hochwertige Bewerbung vermittelt den Eindruck, dass Ihnen die Stelle viel Mühe wert ist. Sie signalisieren ein hohes Interesse an der Anstellung!
– Geben Sie unter keinen Umständen einen handgeschriebenen Lebenslauf ab.
– Verzichten Sie auf Abkürzungen, denn sie sind häufig missverständlich und stören den Lesefluss. Ein Lebenslauf, der inhaltlich hochinteressant, aber holprig in der
Formulierung ist, wird in der Regel auf dem Absagenstapel landen.
– Bauen Sie keine Bildchen oder skurrile Zeichen ein. Der Lebenslauf ist eine schnörkellose, professionell aufbereitete Informationssammlung und keine Einladung
zum Kindergeburtstag.
– Bleiben Sie stets bei der Wahrheit! Ihnen kann nichts Schlimmeres widerfahren, als im Vorstellungsgespräch oder in der Arbeit aufzufliegen und deswegen abgelehnt
bzw. gefeuert zu werden. Sie müssen nicht lügen, um dem Arbeitgeber zu imponieren. Seien Sie authentisch und agieren Sie aus Überzeugung, mit der
Bewerbung den richtigen Schritt zu vollziehen. Sie werden sich nur in einer Firma wohlfühlen, die von Ihrem wahren Potenzial und Ihrer Persönlichkeit überzeugt ist.

Eine ausführliche Beschreibung der Karriereziele verleiht der Bewerbung die erforderliche Professionalität und stellt Sie als eine reife und abgeklärte Persönlichkeit
dar. Die Aussagen zum nächsten Karriereschritt fungieren als Ausgangspunkt für die Bewerbungsanalyse. Aus diesem Grunde werden sie unmittelbar im Anschluss an die eigenen Kontaktdaten platziert.

Diese kurze Zusammenfassung der Karriereziele bildet Ihre Laufbahnplanung in der Nussschale ab. Der Arbeitgeber sucht nach den Antworten für die typischen Fragen:
Wie sehen Ihre Ansprüche aus? Was möchten Sie erreichen? Sind Sie leistungsbereit und selbstbewusst, die Herausforderungen erfolgreich zu meistern?

Bedenken Sie stets, dass der Empfänger stark daran interessiert ist zu erfahren, welche Rolle im Gesamtgefüge Sie zu übernehmen anstreben und nicht, was Sie sich
vom Unternehmen für welches Gehalt erhoffen.

Die Formulierung der Karriereschritte und -ziele kann hervorgehoben werden, beispielsweise indem der Text eingerahmt wird, um die Aufmerksamkeit des Lesers auf diese Passage zu lenken.

Im folgenden Anschreiben möchte sich Max Liebernoon beispielhaft auf die Stelle des IT-Projekt-Managers eines namhaften Unternehmens bewerben. Die Aussagen zu Karrierezielen unterstreichen die Ansicht des Bewerbers, dass diese Position eine adäquate Herausforderung darstellt, die er erfolgreich meistern wird.

„Mit der Hingabe eines erfolgreichen Managers setze ich mich seit mehr als 23 Jahren mit den Besonderheiten der IT-Systeme auseinander. Hohes Engagement,
Ausdauer und Freude über vielfältige Herausforderungen sind der Schlüssel für die erfolgreiche Übernahme der Verantwortung auf allen mir zugewiesenen Arbeitsfeldern.
Mit Entschlossenheit und Vertrauen auf eigene Stärken hat mein Team mehrere Großprojekte umgesetzt, unter anderen das europäische Expansionsprogramm, mit
einer Budgetverantwortung von mehr als 25 Millionen Euro.“

Berufliche Stationen

Die Übersicht der Jobstationen beinhaltet eine kurze, aber präzise Zusammenfassung Ihrer Tätigkeiten. Dieser Abschnitt beschreibt die Arbeitsstellen, die Sie
in der Vergangenheit hatten und diejenige, die Sie aktuell bekleiden. Vergessen Sie nicht, die Zeiten der Arbeitslosigkeit wahrheitsgetreu wiederzugeben, am besten unter
dem Begriff „Arbeit suchend“.

Stehen Sie bereits fest im Berufsleben, dann stellen Sie die beruflichen Stationen vor den Befähigungsnachweisen dar. Haben Sie soeben die (Hoch-)Schulausbildung
abgeschlossen, ziehen Sie die Befähigungsnachweise vor. Nehmen Sie die bereits erstellte Liste mit allen relevanten Stationen und fassen Sie diese in umgekehrter chronologischer, tabellarischer Reihenfolge zusammen. Halten Sie
die Datumsangaben, Funktionsbezeichnungen und das jeweilige Unternehmen fest. Beschreiben Sie die Hauptbestandteile Ihrer Arbeitsstellen genauso wie die Verantwortungsbereiche und die wichtigsten Leistungen.

Beachten Sie die folgenden Beispieldarstellungen:
Die (von – bis) Datumsangabe formt gemeinsam mit dem Unternehmensnamen und der Funktionsbezeichnung die hervorgehobene Titelzeile einer Station. Achten Sie auf eine übersichtliche Darstellung.

Bsp.: 10/2009 – 12/2011 Unternehmen Leiter Vertrieb und Marketing

Diesen Eckdaten der einzelnen beruflichen Tätigkeit folgt eine komprimierte Schilderung Ihrer Aufgaben sowie Verantwortlichkeiten. Der Lebenslauf wird optisch aufgewertet,
wenn Sie die Aufzählung übersichtlich formatieren.
Die Beschreibung der Hauptpflichten und Verantwortlichkeiten ist unbestritten das Herzstück der jeweiligen Arbeitsbeschreibung.
– Den Anzeigenverkauf und das gewerbliche Sponsoring für Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens X für Industrie und andere Lieferanten maximieren.
– usw.

Nun listen Sie die Leistungen und Erfolge, die Sie aus dieser Zeit vorweisen, bestens strukturiert, wie folgt:
– Steigerung des Sponsorings und der Finanzierungsbeträge um 10 % p.a.
– usw.

Stimmen Sie die einzelnen Erfolge und Meilensteine der Tätigkeit mit den übergeordneten Verantwortlichkeiten ab, damit deutlich wird, wie Sie sich im Laufe der Zeit im Unternehmen und für das Unternehmen weiterentwickelt haben. Nutzen Sie die Gelegenheit, dem zukünftigen Arbeitgeber deutlich zu zeigen, was in Ihnen steckt und welche Leistungen bzw. Erfolge von Ihnen zu erwarten sind.

Viele Bewerbungen konzentrieren sich auf die ausführlichen Beschreibungen der Verantwortlichkeiten, anstatt den Fokus auf das Vollbrachte zu legen. Die Übernahme der Verantwortung (als ein Besitzstand) suggeriert zwar den zu erwartenden Erfolg, doch die Arbeitgeber wollen konkrete Maßnahmen und Ergebnisse nachvollziehen, die es ihnen ermöglichen, Ihr Potenzial und Ihre Fähigkeiten korrekt einzuschätzen. Sie
wollen die Nachweise einsehen, dass Sie sich in den bisherigen Funktionen bewährt haben, und Sie sollen diesem unausgesprochenen Wunsch nachkommen.

DATUM UNTERNEHMEN IT-PROJEKT-MANAGER
Die Beschreibung Ihrer bisherigen Jobs kann wie folgt aufgebaut werden:
Hauptpflichten und Verantwortlichkeiten
– Hauptpflicht 1
– Hauptpflicht 2
– usw.

Individuelle und Teamleistungen
– Leistung 1
– Leistung 2
– usw.

Setzen Sie diesen Aufbau für die vorletzte Arbeitsstelle fort. Ihr letzter Arbeitsplatz ist die Brücke zum zukünftigen Arbeitgeber und deswegen von besonderer Wichtigkeit.
Falls Sie zuvor keine geregelte Arbeitsstelle hatten, dann schildern Sie die letzte vollwertige Arbeitsstelle davor eingehend.

Können Sie nur eine berufliche Station aufweisen, dann vermarkten Sie diese entschlossen. Sorgen Sie dafür, dass alle wichtigen Details vorgestellt werden. Sie sind,
was Sie geleistet haben und wie Sie es vollbracht haben.

Gehen Sie unbedingt auf die Lücken im Lebenslauf im Bewerbungsanschreiben ein. Die Übergangszeit der Arbeitslosigkeit erscheint im positiven Licht, wenn Sie feststellen,
dass Sie im Haushalt tätig waren, um die Familie zu unterstützen. In dieser Vollzeitstellung sammeln Sie äußerst wertvolle Erfahrungen, die im beruflichen Umfeld gewinnbringend abgerufen werden können.

Folgen Sie dieser ausführlichen Schilderung auch bei der drittletzten Arbeitsstelle und darüber hinaus, riskieren Sie, dass der Lebenslauf zu lang(atmig) wird. In diesem Fall
beschränken Sie sich auf die Darstellung der Überschrift der Arbeitsstelle (Datum, Unternehmen, Funktion) sowie auf die Aufzählung der bedeutendsten Leistungen/Erfolge.

Haben Sie an mehr als fünf Arbeitsstellen gearbeitet, dann ist es sinnvoll, einige artverwandte Tätigkeiten zu bündeln. Falls Sie beispielsweise in einem Jahr mehrere
Berufe ausprobiert haben, dann können Sie diese unter einer Überschrift zusammenfassen und in kurzen Zügen schildern.

Ab einem bestimmten Alter bzw. ab einer langen Berufserfahrung ist es nicht zwingend erforderlich, alle Tätigkeiten zu nennen, die Sie während der (Hoch-)Schulzeit
übernommen haben. Dies ist ausnahmsweise denkbar, falls Sie der Meinung sind, dass diese Angaben Ihre Chancen auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch
erhöhen.

Qualifikationsnachweise

Dieser Abschnitt wird gelegentlich dem Themenkomplex (Aus-)Bildung zugeordnet, doch die Einordnung zum Fachgebiet Eignung und Kompetenz hat sich durchgesetzt.
Listen Sie die Abschlüsse in umgekehrter chronologischer Reihenfolge auf, so wie Sie bereits mit den beruflichen Stationen verfahren haben. Führen Sie Lehrzeiten, Praktika
und jegliche berufsbezogene Weiterbildungsmaßnahme, die Sie in Ihrer Laufbahn absolviert haben, auf.

Dabei reicht es völlig aus, wenn Sie lediglich den letzten (d. h. den höchsten) Abschlussgrad erwähnen. Ergänzen Sie diese Qualifikation mit dem Erwerbszeitpunkt
sowie mit dem Bildungsträger. Können Sie einen Hochschulabschluss vorweisen, ist es ratsam, die dazugehörigen Fächer sowie das Thema der Abschlussarbeit anzugeben.
Eine vollständige Bezeichnung des Qualifikationsnachweises besteht aus der Ausbildungsdauer (Datumsangaben), gefolgt von der Bezeichnung der Qualifikationsmaßnahme
und der anbietenden Bildungsanstalt.

Sonstige Leistungen

Sie betreffen weitere Ausbildungen und Lehrprogramme, die nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Beruf stehen, aber Ihre Vielseitigkeit und Aktivität unterstreichen.

Beispiele:
– Zertifikat der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG)
– Trainerausbildung
– Erste-Hilfe-Kurse
– Musikalische Ausbildung
– usw.

Fassen Sie sich so kurz wie möglich an dieser Stelle, zählen Sie die Angaben auf und lassen Sie genügend Platz für die Datumsangaben. Die Liste bleibt kurz und bündig.
Feiern Sie nicht jede Teilnahme an einer Kreismeisterschaft als besondere Errungenschaft! Die Sprachkenntnisse (sofern vorhanden) können Sie bereits hier festhalten. Die Arbeitgeber
schätzen die sprachliche Affinität sehr, sodass es sinnvoll ist, hohe sprachliche Kompetenzen als einen separaten Punkt aufzuschreiben. Mehrere Sprachen in Wort und Schrift zu beherrschen, ist die beste Werbung in eigener Sache.

Persönliche Daten

Das Profil umfasst alle relevanten persönlichen Daten. Es bleibt Ihnen überlassen, ob Sie diese Daten dem Arbeitgeber mitteilen. Nach den Bestimmungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) sind Sie dazu nicht verpflichtet.
– Geburtsdatum
– Geschlecht
– Fahrerlaubnis (exakte Angabe der Führerscheinklasse)
– Familienstand
– ggf. Kinder und Ihr Alter

Interessen und Hobbys

Dies ist der entscheidende Part Ihres Lebenslaufs. Von vielen wird der Abschnitt als unbedeutend betrachtet, aber das ist häufig eine folgenschwere Fehleinschätzung.
Die Arbeitgeber legen großen Wert auf die Beschreibung der Freizeitaktivitäten. Die Bewerber unterscheiden sich in ihrer Qualifikation und der beruflichen Laufbahn
nur geringfügig. Die außerbetrieblichen Aktivitäten runden das Persönlichkeitsprofil individuell ab und können der ausschlaggebende Faktor bei fachlich gleichwertigen
Kandidaten sein.

Die Freizeitgestaltung spricht Bände über den Bewerber, dessen Vorlieben und Interessen und vermittelt einen ersten Eindruck der individuellen Sozialkompetenzen.
Nutzen Sie die Chance, sich von der breiten Masse abzuheben, indem Sie mehr über sich verraten und eine gewachsene Persönlichkeit aufzeigen. Es genügt nicht, die
Aktivitäten rund um Musik, Kino, Tanzen, Freunde oder Sport aufzuzählen. Machen Sie eine Geschichte daraus und bewerben Sie auf diese Weise Ihre Persönlichkeit.

Sie können auf bestimmte Aussagen zurückgreifen, wie beispielsweise: „Zwar trainiere ich häufig im Fitnessstudio, aber betrachte die Fitness nicht als Hobby, sondern als
einen wichtigen Teil der gesunden Lebensweise.“ Damit geben Sie zu verstehen, dass Ihnen die Gesundheitsorientierung des Sports besonders am Herzen liegt.
Behaupten Sie nicht plump, dass Sie gerne mit Freunden weggehen. Schreiben Sie lieber:
– „Die größte Belohnung für mich ist nach einer harten Arbeitswoche, die Freunde am Esstisch zu versammeln und mit Ihnen die kulinarischen Eigenkreationen zu
genießen“.
oder
– „Nach einem intensiven Training im Fitnessstudio entspanne ich mit klassischer Musik oder ordne die Schmetterlingssammlung.“

Schreiben Sie fünf bis sechs zusammenhängende Sätze, die Sie charakterisieren. Selbstverständlich unterliegen auch die Angaben über die Freizeitgestaltung gewissen
ungeschriebenen Gesetzen:
– Bleiben Sie realistisch und notieren Sie nur die Aktivitäten, denen Sie sich regelmäßig widmen.
– Wandern Sie nur im Sommer gern, dann stehen Sie auch dahinter.
– Falls Sie nur einen Bungeesprung gewagt haben, können Sie dies nicht als Hobby bezeichnen.
– Verzichten Sie auf Angaben zu gefährlichen Sportarten – sie sollen Ihr ganz privates Vergnügen bleiben.

Außerdem könnte Ihr Arbeitgeber in spe das Verletzungsrisiko und die damit verbundenen teuren Fehlzeiten als einen deutlichen Nachteil zu anderen, gleichwertigen Kandidaten bewerten und sich aus diesem Grunde für die
Konkurrenz entscheiden. Beschäftigen Sie sich intensiv mit diesem Segment und feilen Sie an den inhaltlichen
Details und den beschreibenden Formulierungen. Diese Mühe wird sich zweifelsohne auszahlen.

Empfehlungen/Referenzen
Die Referenzen Ihrer bisherigen Arbeitgeber bilden den Abschluss des Lebenslaufes. Oder besser: Der Verzicht auf die Empfehlungen rundet Ihre Bewerbung ab! Die Referenzen werden nicht über die Einladung zum Vorstellungsgespräch entscheiden:
Erst nach dem Bewerbungsgespräch wird der Arbeitgeber auf die Empfehlungen zurückgreifen, aber nur dann, wenn er noch unschlüssig ist und Sie es nicht geschafft
haben, ihn vollends zu überzeugen. Darüber hinaus ist es geradezu kontraproduktiv, den aktuellen Vorgesetzten als Referenz anzugeben, wenn er von Ihrem beruflichen Veränderungswunsch noch nichts ahnt!